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Die verschmachteten Schafe und das reife Erntefeld o d e r:

Wie es um die Kirche steht und was wir dazu beitragen

Der Predigttext steht bei Matthäus im 9. Kapitel Vers 35 bis Kapitel 10, Vers 8:

"Jesus ging ringsum in alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen. Und als er die Menge sah, hatte er Erbarmen mit ihnen allen; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben. Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es sind nur wenige Arbeiter da. Darum bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sendet. Und er rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Macht über die unreinen Geister, daß sie die austrieben und alle Krankheiten und alle Gebrechen heilten.
Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Nehmt nicht den Weg zu den Heiden und zieht in keine Stadt der Samaritaner, sondern geht zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel. Geht aber und predigt: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt böse Geister aus."


Liebe Gemeinde,

Christus schaut auf sein Volk er schaut auf sein Volk Israel und er schaut auf uns, seine christliche Kirche. Er stellt ein bestürzende Diagnose auf. Aber er bleibt nicht dabei stehen. Er beginnt eine wirksame Therapie, um den Schaden seines Volkes zu heilen. Bei beidem geht es um uns, bei der Diagnose wie auch bei der Therapie. Bei beidem sind wir mit dabei! Wir sind Teil des Mißstandes und der Not, die sein Volk befallen hat. Aber wir sind auch Werkzeuge der Heilung oder sollen es doch zumindest werden! Wir sind die Diener und Mitarbeiter Gottes durch die Er eingreift und das Ruder herumreißt.

Unser Predigttext sagt deutlich: Der Blick mit dem Jesus sein Volk anschaut, ist ein Blick des Erbarmens. Das ist wichtig. Es ist nicht der kalte Blick der Verachtung, der uns in den Worten mancher Kirchenkritiker begegnet. Es ist auch nicht der teilnahmslose Blick soziologischer Analysen. Jesus nimmt sich die Sache ganz zu Herzen, so wie Eltern die Krankheit ihrer Kinder mit erleiden. Er ist ganz mit dabei, er leidet mehr unter der Krankheit seines Volkes, als unter eigenen Schmerzen.

Wie sehen wir die Kirche an? Wie denken und reden wir über Gottes Volk? Haben wir auch diesen erbarmenden Blick Jesu - unbestechlich und realistisch, aber doch voller Liebe und Hoffnung.

Was sieht Jesus mit seinem erbarmenden Blick? Was er sieht beschreibt er mit zwei Bildworten: Die Menschen sind wie verschmachtete Schafe ohne einen Hirten und sie sind wie ein reifes Erntefeld - aber ohne Arbeiter, die die Ernte einbringen. Was ist damit gemeint?

Diagnose: Wie die Schafe

Mit den Schafen meint Jesus die Christen. Das ist eine gewisse Kränkung, denn Schafe sind schwache, unselbständige Tiere. Sie brauchen einen Leithammel, einen der ihnen voranprescht und dem sie folgen können. Sie brauchen den Schutz der großen Gruppe. Die Vereinzelung ist ihr sicherer Tod, denn so sind sie der Witterung und den Wölfen hilflos ausgeliefert. Christen brauchen die Gemeinschaft des Glaubens. Sie brauchen andere mit denen sie sich darin üben, Gottes Wort zu verstehen und über die Dinge des Glaubens zu reden. Sie brauchen Schwestern und Brüder, die ihnen in Freuden und Leiden zur Seite stehen.

Die Schafe, sagt Jesus, brauchen auch einen Hirten, der sie mit Gras und Wasser versorgt. Das ist die gesunde Lehre des Evangeliums, von der unser Glaube lebt. Gesunde geistliche Lehre befähigt mich, die Dinge meines Alltags mit den Augen Gottes zu sehen und richtig zu beurteilen. Gesunde Lehre macht mich stark in der Liebe und in der Hoffnung; sie eröffnet mir wesentliche Erkenntnisse über Gott und die Menschen.

Aber so ist es leider nicht, sagt Jesus. Die Schafe sind viel mehr verschmachtet, sie sind unterernährt, unterentwickelt und wachstumsgestört. Die Christen haben eine erschreckende Unwissenheit was geistliche Fragen betrifft. Sie sind nicht in der Lage, ihren Glauben überzeugend zu erklären. Oder aber ihr Wissen, das sie früher einmal im Konfirmandenunterricht erworben haben, ist ein totes Wissen: Sie wissen, daß Jesus auferstanden ist; sie wissen auch, daß es einen Heiligen Geist gibt, aber er begeistert mich nicht, er motiviert mich nicht, er setzt mich nicht in Bewegung. Das meint Jesus, wenn er von verschmachteten Schafen redet. Gesunde Schafe, das sind solche Christen, die in ihrer Bibel zu Hause sind; Leute die mit Gott intensiv im Gespräch sind und in ihrer Gemeinde mit Herz und Hand dabei sind. Das ist aber leider nicht unsere Wirklichkeit: Die meisten Schafe sind todkrank!

Jesus sagt auch sie sind "zerstreut". Jemand hat auch mal salopp von "U-Boot-Christen" geredet. Die sind einfach abgetaucht, manche kommen alle paar Jahre mal hoch, aber die meisten tauchen nie wieder auf. Woran liegt das? Es ist zum Teil ihr eigenes Verschulden. Jesus sagt im Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld: "Die Sorgen und der Reichtum der Welt halten sie von Gott und seiner Gemeinde ab!"

Dafür, daß die Schafe zerstreut sind, haben aber auch die örtlichen Gemeinden eine Verantwortung, wenn sie verschlossen und uneinladend sind, quasi ein binnenkirchliches Ghetto, das keinem Fremden den Eintritt erlaubt. Ich hörte gerade von einer Familie, die vor Jahren nach Berlin zog und dort auf der Suche nach einer christlichen Gemeinde war und die Bereitschaft mitbrachte, sich dort zu engagieren.. Sie haben aber weit und breit keine Gemeinde gefunden, die für sie einladend und offen gewesen wäre. Daraufhin sind sie für viele Jahre als Christen untergetaucht. Wie ist das möglich?
Wenn wir mit unserer Sprache und unseren Umgangsformen ihnen keine Zugangsmöglichkeiten bieten, ist das nicht ihre Schuld. Unser Slogan "St. Nikolai offen für alle", bedeutet ja nicht nur, daß wir am Wochenende unsere Kirche aufschließen. Wenn wir das ernst meinen, bedeutet es auch, daß unsere persönliche Lebensgestaltung davon verwandelt wird: Es hat Auswirkungen darauf, mit welchen Leuten wir uns befassen, ob wir zum Beispiel auf suchende Menschen zugehen und sie in die Gemeinde mit hineinnehmen. Es hat Auswirkungen auf unsere Bauentscheidungen, wie wir unsere Kirche zu einem attraktiven
Lebensraum verwandeln. Es hat Auswirkungen darauf, welche Angebote wir in der Gemeinde zur Verfügung stellen.

Diagnose: In der Ernte

Das zweite Bild, mit dem Jesus die Lage beschreibt, ist das des reifen Erntefeldes. "Die Ernte ist groß!" sagt Jesus. In der Parallelstelle im vierten Kapitel des Johannes - Evangeliums wird Jesus noch deutlicher: Mit einem visionären Blick auf die Menschheit sagt er: "Das Feld ist reif zur Ernte, schon sind die Schnitter unterwegs um Frucht für das ewige Leben zu sammeln!" Das Bild von der Ernte hat in der Heiligen Schrift einen eindeutigen Sinn: Viele Menschen aus allen Völkern sollen für Gott gewonnen werden, sie sollen für den Glauben an Jesus Christus gewonnen werden, für die Gnade und für das Leben in seiner Nachfolge. Wie ein Bauer in der Ernte seine Früchte in die Scheunen sammelt, so sammelt Gott jetzt Menschen für die Ewigkeit. Dazu benutzt er Arbeiter, die den Nichtchristen oder den untergetauchten Christen die Botschaft von Jesus sagen. Diese Arbeiter sind in erster Linie Prediger und Diakone, Evangelisten, Lehrer und Verkündiger, eben Diener am Wort Gottes. In einem weiteren Sinn sind aber alle Christen Träger dieser Botschaft. Alle sind zu Mitarbeitern Gottes in dessen großer Welternte berufen!

Was heißt das für unsere Situation?
Wir sind eine Minderheitsgemeinde mit Strukturen aus volkskirchlichen Zeiten der Vergangenheit. Wir haben Gebäude, Gesetze und Liturgien aus dieser Zeit. Dabei leben wir im entchristlichsten Teil von ganz Europa. Was bedeutet es da, daß wir in der Ernte Gottes stehen? Es geht um die Rettung von Menschen für die Ewigkeit. Gott will, daß sie an ihrer Schuld nicht zu Grunde gehen und in die Hölle kommen, sondern daß sie schon jetzt ewiges Leben aus Gott erfahren.
Was immer Jesus tat, seien es Brotvermehrungen, seien es Lehrvorträge, seien es Heilungen gewesen -immer wieder findet man den Satz: "Dein Glaube hat dich gerettet!" Nichts ist wichtiger, kostbarer und entscheidender als dieses eine, daß einzelne Menschen zum Glauben an Jesus kommen und gerettet werden. Darum dreht sich alles, von daher müssen alle Entscheidungen in der Gemeinde fallen, daß Menschen in eine konsequente Nachfolge Jesu und ein Leben mit ihm geführt werden.

Wie paßt das zu dem religiösen und kulturellen Betrieb, den wir veranstalten, mit Konfirmandenunterricht, Konzerten, Goldenen Hochzeiten, Kirchenführungen usw. ; was ist davon wirklich Ernte für die Ewigkeit? Vieles davon ist vielleicht doch Vorbereitung der Herzen für das Evangelium... Aber Jesus sagt: "Jetzt ist Erntezeit! Das Feld ist reif und wartet. Warum erntet ihr nicht?" Ich bin da selbst in einem Lernprozeß: Viel zu oft rede ich bei Besuchen und Gesprächen um den heißen Brei herum, statt es auf den Punkt zu bringen und den Menschen zu sagen, worauf es wirklich ankommt, nämlich seine Sünden zu bekennen, Christus als Herrn anzunehmen und ihm mit Leib und Leben zu dienen.

Das also ist die Diagnose: Die Ernte ist groß. Die Ernte ist reif. Aber es fehlen Christen, die als Arbeiter Gottes losgehen und die Ernte einbringen.

Wie reagiert Jesus auf diese erschütternde Diagnose? Was tut er dagegen und was will er mit uns tun? Seine Strategie, die man im Predigttext erkennen kann, läßt sich mit vier Stichworten zusammenfassen: Beten, Berufen, Beauftragen, Bevollmächtigen.

Therapie: Beten

Wie ist das bei uns, wenn wir ein Problem haben, wenn etwas gegen den Baum läuft? Da gibt es zuerst einen kräftigen Adrenalinstoß. Wir geraten in Panik und versuchen mit aller Kraft die Sache in den Griff zu kriegen.
Jesus macht das anders: Als erstes, sagt er: Faltet die Hände! Es ist nicht entscheidend was ihr tut, sondern was Gott tut! Martin Luther hat mal gesagt: "Ich habe zu viel zu tun, als daß ich mir leisten könnte, nicht zu beten." Und Paul Gerhardt läßt uns singen: "Gott läßt sich gar nichts nehmen es muß erbeten sein." Denn die entscheidenden Veränderungen beginnen im Herzen der Menschen, in ihren inneren Einstellungen und unbewußten Überzeugungen. Wenn das Herz sich nicht ändert, ändert sich in Wirklichkeit gar nichts. Aber nur Gott kann Herzen ändern. Der Heilige Geist bewegt sie, wohin Er es will. Darum ist das Beten das Entscheidende. Wir bitten Gott mit Nachdruck und großer Erwartung, daß sein Geist wirksam wird: Wir beten, daß er verschmachteten Schafen eine Sehnsucht danach ins Herz legt gesund zu werden. Wir beten darum, daß der Geist Menschen die Gott gegenüber blind und verschlossen sind, einen großen Hunger und eine große Neugier auf Jesus schenkt. Wir beten darum, daß Christen Lust und Freude und Mut gewinnen, als Erntearbeiter Gottes anzupacken.

Therapie: Berufen

Wenn heut zu Tage Staatspräsidenten ein großes Vorhaben angehen, dann wird ein Spezialistenteam berufen. Unser Kanzler hat zum Beispiel gerade einen nationalen Ethikrat einberufen. Um da mitzumachen muß man mindestens Professor oder Bischof sein. Drunter geht gar nichts.

Wenn man schon dafür so hochkarätige Leute braucht, was sind das wann wohl für Leute, die Christus ausgewählt hat, um eine gottesferne Welt für den Glauben an das Evangelium zu gewinnen? Man muß doch annehmen, er nähme die mächtigsten und gelehrtesten Männer seiner Zeit: Den Kaiser Augustus, die Philosophen der Stoa, die Mathematiker und Wissenschaftler Alexandriens und Babyloniens.

Was für ein bunter Haufen sind dagegen diese 12 Jünger! Die einfachsten Leute und die schrägsten Vögel sind da zusammengewürfelt: Fischer vom See Genezareth ohne jede Schulbildung; Softies wie Johannes; ein Kollaborateur der römischen Besatzungsmacht, wie der Zöllner Matthäus; Judas Ischariot, dessen Charakter im Verlauf der Jesusgeschichte noch deutlich wird; die Zebedaiden, die am liebsten bei jeder Gelegenheit dreinschlagen und selber groß rauskommen wollen oder Simon, der Zelot, ein ehemaliger Angehöriger der Terrorbewegung gegen die Römer - solche Leute sind das, mit denen der Sohn Gottes die Welt gewonnen hat!

Das ist typisch für Gott. Gott erwählt das was nichts ist, damit er die beschämt, die aus sich selber etwas sind. Da kann sich keiner mehr rühmen, und keiner mehr sich etwas vor Gott einbilden. Andererseits soll auch keiner von euch sagen: "Ich bin zu alt oder zu jung oder zu schwach oder zu dumm oder zu ungebildet um Menschen für Jesus Christus zu gewinnen. Gerade das was du nicht bist, qualifiziert dich in den Augen Gottes, sein Arbeiter und Werkzeug zu werden.

Therapie : Beauftragen

Was sollen die Erntearbeiter aber tun? Was ist ihr Auftrag? Sie proklamieren, daß das Reich Gottes jetzt angefangen hat. "Das Himmelreich ist da! Es ist mitten unter euch!" Es ist noch nicht sichtbar für die Augen, aber durch den Glauben wird es erkannt. Es ist noch nicht ungebrochen, mächtig und in aller Klarheit zu erkennen, aber doch verborgen und spürbar für jeden, dem Gott eine Antenne dafür schenkt. Das Reich Gottes ist eine neue Wirklichkeit mitten in einer alten und kaputten Welt:
Wir erleben es hier bei uns: belastete Menschen werden von Schuld, Angst und Sucht frei. Fremde Menschen werden zu Schwestern und Brüdern durch Jesus. Ein Geist der Liebe und des Erbarmens leuchtet in einer sich rapide abkühlenden Welt.
"Das Reich Gottes ist da! Es ist mitten unter uns. Gott will, daß du dazu gehörst und in den Einflußbereich seines Geistes kommst!" Das ist die Botschaft, die den Arbeitern aufgegeben ist. Sie verkündigen das Reich Gottes - nicht als frommen Wunsch, nicht als Zukunftsmusik, sondern als eine Wirklichkeit, die jetzt da ist und hier bei uns anbricht. Sie sprechen eine Einladung aus. Sie laden Menschen dazu ein, durch Buße und Glauben in dieses Reich hineinzukommen und sich der Herrschaft Jesu zu unterstellen.
Das ist eine freundliche Einladung, aber nicht wie zu einer Gartenparty, sondern so, wie man auf einem sinkenden Ozeandampfer die Passagiere freundlich, aber dringend einlädt, die Rettungsboote zu besteigen. So eine Einladung ist die Einladung zum Glauben an Jesus, die wir auszusprechen haben.

Therapie: Bevollmächtigen

Beten, Berufen, Beauftragen, Bevollmächtigen - das ist die Therapie Jesu für sein Volk. Darum sagt er auch: "(Vers 8) Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt böse Geister aus!" Unser Glaube ist kein Hirngespinst, keine Sache, die sich nur im Kopf abspielt. "Gebt eure Leiber als lebendiges Opfer!"(Röm 12) sagt der Apostel Paulus. Wenn wir mit Jesus verbunden sind, bringt das eine radikale Verwandlung der Wirklichkeit die uns umgibt mit sich.

Aber wie sollte uns das möglich sein - durch Gebet und Segen Kranke heilen? Oder Tote auferwecken? Oder im Namen Jesu Dämonen austreiben? Tausend Wenns und Abers kommen uns in den Kopf. Wir möchten das gar nicht. Was das für Aufruhr und Ärger gäbe - Gott bewahre!

Aber es ist doch sein Auftrag, oder?

Die Jünger haben einfach geglaubt und sind losgegangen und haben getan, was Jesus gesagt hat. Und alles ist so geschehen, wie er es angekündigt hatte. Wer hätte das gedacht!

Durch Beten, Berufen, Beauftragen und Bevollmächtigen sammelt Jesus die verirrten Schafe und bringt die Welternte ein. Er tut es zur Not auch ohne uns. Wir beten aber, daß er es mit uns tut, daß er uns als Arbeiter in seine Ernte sendet.

Amen

 

 

 

 

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